Fall 01
Bauunternehmen, rund 25 Mitarbeiter
Von der gestempelten Stunde zur fertigen Rechnung.
Stunden wurden auf Zetteln notiert, im Büro abgetippt und mit dem Angebot verglichen — von Hand. Was auf der Baustelle zusätzlich verbaut wurde, fiel oft erst beim Abschluss auf. Dann war es nicht mehr belegbar.
Auf der Baustelle
Der Mitarbeiter stempelt am Handy auf das Projekt ein. Beim Ausstempeln hängt er an, was gebraucht wurde — Material mit Menge, Fotos vom Zustand, kurze Notiz. Ohne Empfang wird alles zwischengespeichert und später nachgeschoben.
Im Büro, am selben Abend
Der Tagesbericht steht in der Übersicht. Stimmt eine Stempelung nicht, korrigiert die Bauleitung sie — mit Pflichtfeld für den Grund, damit später nachvollziehbar bleibt, wer was geändert hat.
Bei der Abrechnung
Das Rechnungsprogramm holt sich die gebuchten Stunden und Mengen und stellt sie dem Angebot gegenüber: Soll gegen Ist, Zeile für Zeile. Azubi-Stunden laufen über einen eigenen Verrechnungssatz, nicht über den Facharbeitersatz.
Die Rechnung
Positionen werden angehakt und übernommen. Was zusätzlich verbaut wurde, steht als eigene Zeile da — mit den Baustellenfotos als Nachweis, falls der Kunde nachfragt.
Die Details, die niemand sieht
- Pausen werden nach dem Arbeitszeitgesetz gesetzt, nicht nach Gefühl
- Jede Zeitkorrektur trägt Zeitpunkt, Bearbeiter und Grund
- Vergessenes Ausstempeln fällt abends auf und wird nicht stillschweigend verschluckt
Der Stundenzettel wird nirgends mehr abgetippt. Und die Frage „haben wir an dem Projekt verdient?“ ist beantwortet, bevor die Rechnung rausgeht — nicht Monate später.